Sento ist in Entwicklung · Pilotfamilie werden

Hausnotruf, Notrufuhr oder Sensor – was passt zu wem?

Von Sento-Team · Stand:

Wer allein lebt, sollte im Notfall schnell Hilfe bekommen. Dafür gibt es drei Arten von Systemen. Keine ist für alle die beste – entscheidend ist, was im Alltag wirklich genutzt wird.

Hinweis: Wir entwickeln mit Sento selbst einen Sensor. Wir haben uns trotzdem um einen fairen Vergleich bemüht und nennen deshalb keine Marken.

1. Hausnotruf mit Knopf

Ein Basisgerät in der Wohnung und ein Knopf, der als Armband oder Kette getragen wird. Auf Knopfdruck entsteht eine Sprechverbindung zu einer Zentrale, die rund um die Uhr besetzt ist und Angehörige, Nachbarn oder den Rettungsdienst verständigt. Manche Anbieter haben zusätzlich Armbänder mit Sturzerkennung.

  • Gut für: Menschen, die den Knopf zuverlässig tragen.
  • Grenzen: Der Knopf hilft nur, wenn er getragen wird und gedrückt werden kann.

2. Notrufuhr

Eine Uhr mit Notruftaste, oft mit Ortung und Sturzerkennung, die auch unterwegs funktioniert. Je nach Modell geht der Notruf an Angehörige oder eine Zentrale.

  • Gut für: aktive Menschen, die viel draußen unterwegs sind.
  • Grenzen: Die Uhr muss regelmäßig geladen und getragen werden, auch nachts und im Bad.

3. Sensoren in der Wohnung

Sensoren an der Wand, an der Decke, im Boden oder in der Steckdose erkennen Stürze oder ungewöhnlich lange Reglosigkeit ohne Zutun der Person. Es gibt Systeme mit Radar, Infrarot, Kamera oder WLAN-Signalen.

  • Gut für: Menschen, die nichts tragen möchten oder es oft vergessen.
  • Grenzen: Sie wirken nur in der Wohnung und nur in den Räumen, die abgedeckt sind. Bei Systemen mit Kamera sollte man genau prüfen, was aufgenommen wird.

Wie die einzelnen Sensorarten funktionieren, lesen Sie im Artikel Sturzerkennung ohne Armband.

Zahlt die Pflegekasse?

Für einen Hausnotruf mit ständig besetzter Zentrale zahlt die Pflegekasse ab Pflegegrad 1 einen monatlichen Zuschuss; seit dem 1. April 2026 sind es 27 Euro netto. Voraussetzung ist, dass das System als Pflegehilfsmittel anerkannt ist (Produktgruppe 52 des Hilfsmittelverzeichnisses). Zusätzliche Sturzsensoren sind davon in der Regel nicht abgedeckt. Den Antrag stellen Sie bei der Pflegekasse, oft übernimmt das der Anbieter. Wer Anspruch hat und wie der Antrag abläuft, steht im Artikel Hausnotruf: Zuschuss der Pflegekasse.

Quellen: DRK Hausnotruf, Erhöhung des Pflegekassenzuschusses 2026; GKV-Spitzenverband, Produktgruppe 52. Stand: September 2026.

Worauf es ankommt

  • Wird das System im Alltag wirklich genutzt – auch nachts und im Bad?
  • Wer bekommt den Alarm, und was passiert, wenn niemand reagiert?
  • Was wird aufgezeichnet, und wo werden die Daten gespeichert?
  • Funktioniert es auch bei Strom- oder Internetausfall?
  • Was kostet es im Monat, und wie lange ist die Vertragslaufzeit?

Am besten entscheiden Sie gemeinsam mit der Person, die das System nutzen soll. Tipps für dieses Gespräch finden Sie auf der Seite Für Familien.

Werden Sie Pilotfamilie.

Wir suchen Familien, die Sento als Erste im Alltag ausprobieren, sobald der Pilot startet. Melden Sie sich – wir melden uns persönlich, wenn es in Ihrer Region losgeht.

  • Keine Gesundheitsdaten nötig
  • Unverbindlich, Abmeldung jederzeit
  • Wir melden uns persönlich, nicht automatisiert

Schreiben Sie uns eine kurze E-Mail.

Die Online-Anmeldung richten wir gerade ein. Bis dahin genügt eine E-Mail – der Text ist schon vorbereitet.

E-Mail schreiben: Pilotfamilie werden

Oder direkt an sento.info@gmail.com. Wie wir mit E-Mails umgehen, steht in der Datenschutzerklärung.