Sento ist in Entwicklung · Pilotfamilie werden
Technik

So erkennt Sento einen Sturz – ohne Kamera.

Kurz gesagt: Sensoren in der Steckdose messen, wie sich WLAN-Funkwellen verändern, wenn sich ein Mensch bewegt. Die Station in der Wohnung soll daran einen Sturz oder lange Reglosigkeit erkennen und einen Alarm an die App der Angehörigen oder Pflegekräfte schicken. Es gibt keine Kamera, kein Mikrofon und nichts, das jemand tragen muss.

Funkwellen statt Bilder

WLAN funktioniert mit Funkwellen. Bewegt sich ein Mensch im Raum, verändern sich diese Wellen auf messbare Weise – ähnlich wie Wasser, das um einen Stein fließt. Diese Veränderungen heißen in der Fachsprache „Channel State Information“. Sie verraten, dass sich etwas bewegt, aber nicht, wer oder wie jemand aussieht.

Wie sich das von Radar, Wärmesensoren oder Kameras unterscheidet, lesen Sie im Ratgeber Sturzerkennung ohne Armband.

  1. Messen

    Sensoren in der Steckdose – sie brauchen nur Strom – messen, wie Bewegung das Funksignal im Raum verändert.

  2. Erkennen

    Die Station wertet in der Wohnung aus. Keine Bilder, kein Ton – nach außen geht nur eine kurze Meldung.

  3. Alarmieren

    Das Handy der Angehörigen klingelt: „Möglicher Sturz im Bad“ – mit Raum und Uhrzeit.

  4. Weitergeben

    Tippt niemand „Ich kümmere mich“, geht der Alarm automatisch an den nächsten Kontakt.

Die Geräte

Station

Das Herzstück. Sie sendet ein gleichmäßiges Funksignal, an dem die Sensoren messen, wertet die Messungen in der Wohnung aus und verschickt Alarme über Ihr WLAN. Ins WLAN bringen Sie die Station per Bluetooth mit der App.

Sensoren

Kleine Steckdosengeräte, einer pro Raum, in dem Sento aufpassen soll. Sie brauchen nur Strom – kein WLAN-Passwort, keine Batterien – und funken direkt mit der Station.

App

Für Einrichtung, Kontakte und Alarme. Sie zeigt alle Geräte mit Signalstärke und bietet „Finden“, einen Bewegungstest und einen Testalarm.

Einrichtung Schritt für Schritt

  1. Station einstecken. In der App den QR-Code auf der Station scannen und Ihr WLAN auswählen – die Zugangsdaten gehen per Bluetooth an die Station.
  2. Sensoren koppeln. In der App „Neuen Sensor koppeln“ tippen und den Sensor einstecken. Er erscheint nach wenigen Sekunden. Dann einen Raum zuordnen.
  3. Prüfen. „Finden“ lässt den Sensor blinken. Beim Bewegungstest gehen Sie einmal durch den Raum – die App zeigt, ob die Bewegung erkannt wurde.
  4. Kontakte festlegen. Wer wird zuerst benachrichtigt, wer danach? Weitere Angehörige laden Sie per Einladungscode ein.
  5. Testalarm. Er prüft den ganzen Weg bis zum Handy, ohne die Alarmkette auszulösen.

Im Alltag

Die App zeigt „System aktiv“ – mehr nicht. Einen Tagesablauf sehen Sie bewusst nicht. Meldet sich ein Gerät nicht mehr, etwa weil ein Stecker gezogen wurde, bekommen Sie eine Nachricht. Meldet Sento etwas, das kein Sturz war, markieren Sie das in der App – so können wir die Erkennung verbessern.

Ehrlich gesagt

Sento ist in Entwicklung und noch nicht erhältlich. Ein Prototyp verbindet Station, App und Server und ist mit simulierten Messdaten getestet; der Test mit echter Sensor-Hardware läuft. Ein Pilot mit Familien und Pflegeeinrichtungen ist geplant. Wie zuverlässig Sento im Alltag erkennt, prüfen wir im Pilot und veröffentlichen die Ergebnisse hier. Heute gilt: Ohne Strom oder Internet kommen keine Alarme an – Sie bekommen dann aber eine Nachricht, dass die Station offline ist. Geplant sind Mobilfunk und eine Pufferbatterie für die Station.

Werden Sie Pilotfamilie.

Wir suchen Familien, die Sento als Erste im Alltag ausprobieren, sobald der Pilot startet. Melden Sie sich – wir melden uns persönlich, wenn es in Ihrer Region losgeht.

  • Keine Gesundheitsdaten nötig
  • Unverbindlich, Abmeldung jederzeit
  • Wir melden uns persönlich, nicht automatisiert

Schreiben Sie uns eine kurze E-Mail.

Die Online-Anmeldung richten wir gerade ein. Bis dahin genügt eine E-Mail – der Text ist schon vorbereitet.

E-Mail schreiben: Pilotfamilie werden

Oder direkt an sento.info@gmail.com. Wie wir mit E-Mails umgehen, steht in der Datenschutzerklärung.